Geschichte

Seit Mitte der 90er Jahre legen die Neurowissenschaften Forschungsergebnisse vor, die Glück und Unglück als zwei unterschiedliche Systeme darstellen.
Aufgrund dieser Erkenntnisse begründete Martin E.P. Seligman (Präsident der "American Psychological Association") 1998 die Positive Psychologie als neuen Zweig der akademischen Psychologie.

 

Als „Großvater“ der Positiven Psychologie kann Abraham Maslow (1908 – 1970) gesehen werden. Er war damals einer der aufkommenden Sterne am Himmel des Behaviorismus, der „Wissenschaft vom Verhalten“. Nachdem er jedoch zu der Überzeugung kam, dass dieser keine zufriedenstellenden und hinreichenden Erklärungen liefere, gründete er die Humanistische Psychologiebewegung und forschte und praktizierte auf den Gebieten des Optimismus, der Tugend, der Großzügigkeit, des Glücks und des Erfolges, um sich einer positiven Psychologie zu nähern.

Als „Großmutter“ der Positiven Psychologie gilt Karen Horney, die sich von der Psychoanalyse distanzierte, um den Fokus auf die guten Eigenschaften des Menschen zu lenken. Sie war der Ansicht, dass der Mensch nicht nur aus Neurosen und Psychosen besteht und es wichtig ist, sich stärker der positiven Seiten zu besinnen, da ansonsten das menschliche Potential unterminiert und gefährdet würde.

Positive Psychologie

Gegründet 1998 von Martin E.P. Seligman (Präsident der "American Psychological Association") knüpft die Positive Psychologie mit ihrer ressourcenorientierten Sichtweise an die Ideen der Humanistischen Psychologie an.
Die Positive Psychologie verlässt den bislang defizitären Forschungsschwerpunkt der Psychologie, der sich hauptsächlich mit der Heilung psychischer Störungen und der Therapie von Mängeln beschäftigt und wendet sich der Untersuchung dessen zu, was den Menschen allgemein stärkt und das Leben lebenswerter macht.